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TA berichtet am 08.03.19 über Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstelle in Nordhausen

34.372 € durchschnittliche Schuldenhöhe, 1.482 Beratungsgespräche im Jahr 2018, Arbeitslosigkeit häufigste Überschuldungsursache. Dass Schuldnerberatung aber noch mehr ist als nur harte Fakten, zeigt das im Artikel geschilderte Schicksal der Frau Werner. Trotz geordneter Verhältnisse gerät sie in die Schuldenfalle und muss mit 54 Jahren noch einmal bei null anfangen. Die Schuldnerberatung der AWO in Nordhausen mit der Leiterin Monika Röthling unterstützt Menschen wie Frau Werner dabei, ihre Zuversicht zurückzugewinnen, die Scham zu überwinden und einen geordneten Weg aus den Schulden finden. Wenn nichts dazwischen kommt, wird Frau Werner ab 2024 wieder schuldenfrei sein.

 

Die Kontaktdaten der Beratungsstelle finden sie hier: http://www.awo-kv-ndh.de/031ffd9aeb080ec0d/031ffd9ab20b2f813/index.html

 

Den kompletten Artikel finden Sie unter: https://artern.thueringer-allgemeine.de/web/artern/startseite/detail/-/specific/Der-Kampf-gegen-die-Schulden-im-Kreis-Nordhausen-1730131029

Schuldneratlas 2018

Keine Entspannung bei der Überschuldung konstatiert der Schuldneratlas im Jahr 2018. Seit 2014 ist die Überschuldung privater Personen in Folge angestiegen. In diesem Jahr ist ein Anstieg bei den Fällen mit geringer Überschuldungsintensität zu verzeichnen. 6,9 Millionen Bürger über 18 Jahre sind überschuldet bzw. weisen nachhaltige Zahlungsstörungen auf. Somit existiert Überschuldung auf konstant hohem Niveau.

 

Männer sind mit 12,55 Prozent etwas stärker betroffen, doch die Zahlen der Überschuldungsfälle nehmen bei den Frauen merklich zu (7,65 Prozent + 21.000 weitere Fälle) gegenüber 2017.

 

Auch im Bereich der Altersüberschuldung sind, wenn auch die Gesamtzahl der Fälle gering ist, die Anstiege enorm. Von 2013 bis 2018 ist ein Anstieg von 133 Prozent zu verzeichnen. 263.000 Menschen über 70 Jahre gelten im Jahr 2018 als Überschuldet. Das sind 63.000 Fälle bzw. 35 Prozent mehr als im Jahr 2017.

 

Für die jüngste Altersgruppe ist die Quote dagegen in diesem Jahr weiter zurückgegangen und beträgt hier 13,47 Prozent. Das sind 1,58 Millionen Menschen unter 30 Jahre,die von Überschuldung betroffen sind.

 

Die durchschnittliche Schuldenhöhe beträgt ca. 30.000 €.

 

Link zum Schuldneratlas:

https://www.creditreform.de/nc/aktuelles/news-list/details/news-detail/schuldneratlas-deutschland-2018.html

 

Thüringen bleibt wie auch in den vorangegangen Jahren auf Platz drei mit einer  Überschuldungsquote von 9,3 Prozent, somit betrifft das Problem ca. 170.000 Thüringer*innen und ihre Familien.

 

Die Fachberatungsstelle wird Prävention in Thüringen weiter vorantreiben und die Berater*innen in ihrem Arbeitsfeld unterstützen. Ziele sind, die Öffentlichkeit für dieses Thema weiter zu sensibilisieren, Vorurteile abzubauen und Unterstützung für Betroffene verlässlich zu gestalten.

 

Bericht zum Forum Schuldnerberatung 2018 in Hannover

Zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) bot der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge vom 22. – 23. November die Möglichkeit sich zu aktuellen Themen und Herausforderungen der Schuldnerberatung auszutauschen.

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Kooperation mit Schulsozialarbeit: Projekttag Schuldenprävention am Gymnasium Gebesee

Fachberaterin Frederike Fernández Álvarez und Schulsozialarbeiterin Anette LauferWie bereits im Vorjahr fand für die elfte Klasse im Rahmen eines Projekttages am 20.04.2018 an dem Gymnasium „Oskar Gründler“ in Gebesee eine Veranstaltung zum Thema „Übschuldungsprävention“ statt. Die dortige Schulsozialarbeiterin wurde bei der Veranstaltungskonzeption, der Material- und Methodenentwicklung und bei der Durchführung des Projekttages durch die Fachberaterin für Schuldenprävention Frederike Fernández Álvarez unterstützte. Am Vormittag wurden Ursachen und Folgen der Überschuldung gemeinsam mit den Jugendlichen erarbeitet und Fallstricke im Konsum-Alltag thematisiert. Im zweiten Teil des Projekttages erstellten sich die Schülerinnen und Schüler an fünf verschiedenen Stationen (Wohnung, Werbung und Konsum, Handy, Versicherungen sowie Banken und Finanzierung)  ihren ganz persönlichen Haushaltsplan, wenn sie nach der Schulausbildung in die berufliche oder akademische Ausbildungszeit wechseln. Wie viel kostet ein WG Zimmer, muss ich Rundfunkbeitrag bezahlen, wie viel Waschmittel brauch ich im Monat und ist eine Fahrradversicherung sinnvoll? Und vor allem wie viel Budget habe ich noch? Diese Fragen mussten sich alle Schülerinnen und Schüler stellen und sollten somit auf ihre finanzielle Selbstständigkeit alltagsnah vorbereitet werden. Bei der Stationenarbeit hospitierte noch eine weitere Schulsozialarbeiterin aus dem Landkreis, die dieses Projekt an ihrer Schule auch durchführen möchte.

 

Gruppenarbeit der Schülerinnen und Schüler zu den Folgen der Überschuldung

Kontakt

LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e.V.
 
Fachberatungsstelle
Arnstädter Straße 50
99096 Erfurt
Thüringen
 
Tel:       (0361) 74438-120 bis 122
Fax:      (0361) 74438-123
 
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