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Schuldneratlas 2018

Keine Entspannung bei der Überschuldung konstatiert der Schuldneratlas im Jahr 2018. Seit 2014 ist die Überschuldung privater Personen in Folge angestiegen. In diesem Jahr ist ein Anstieg bei den Fällen mit geringer Überschuldungsintensität zu verzeichnen. 6,9 Millionen Bürger über 18 Jahre sind überschuldet bzw. weisen nachhaltige Zahlungsstörungen auf. Somit existiert Überschuldung auf konstant hohem Niveau.

 

Männer sind mit 12,55 Prozent etwas stärker betroffen, doch die Zahlen der Überschuldungsfälle nehmen bei den Frauen merklich zu (7,65 Prozent + 21.000 weitere Fälle) gegenüber 2017.

 

Auch im Bereich der Altersüberschuldung sind, wenn auch die Gesamtzahl der Fälle gering ist, die Anstiege enorm. Von 2013 bis 2018 ist ein Anstieg von 133 Prozent zu verzeichnen. 263.000 Menschen über 70 Jahre gelten im Jahr 2018 als Überschuldet. Das sind 63.000 Fälle bzw. 35 Prozent mehr als im Jahr 2017.

 

Für die jüngste Altersgruppe ist die Quote dagegen in diesem Jahr weiter zurückgegangen und beträgt hier 13,47 Prozent. Das sind 1,58 Millionen Menschen unter 30 Jahre,die von Überschuldung betroffen sind.

 

Die durchschnittliche Schuldenhöhe beträgt ca. 30.000 €.

 

Link zum Schuldneratlas:

https://www.creditreform.de/nc/aktuelles/news-list/details/news-detail/schuldneratlas-deutschland-2018.html

 

Thüringen bleibt wie auch in den vorangegangen Jahren auf Platz drei mit einer  Überschuldungsquote von 9,3 Prozent, somit betrifft das Problem ca. 170.000 Thüringer*innen und ihre Familien.

 

Die Fachberatungsstelle wird Prävention in Thüringen weiter vorantreiben und die Berater*innen in ihrem Arbeitsfeld unterstützen. Ziele sind, die Öffentlichkeit für dieses Thema weiter zu sensibilisieren, Vorurteile abzubauen und Unterstützung für Betroffene verlässlich zu gestalten.

 

Bericht zum Forum Schuldnerberatung 2018 in Hannover

Zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände (AG SBV) bot der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge vom 22. – 23. November die Möglichkeit sich zu aktuellen Themen und Herausforderungen der Schuldnerberatung auszutauschen.

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Fachtagsdokumentation „Die digitale Verführung von Kindern, Jugendlichen und Eltern“ vom 25.10.2018

Am 25. Oktober fand der Fachtag „Die digitale Verführung von Kindern, Jugendlichen und Eltern“ in den Räumen der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland statt.

 

 

Prof. Dr. Sven Jöckel von der Universität Erfurt hielt das erste Referat zur Relevanz digitaler Medien im Alltag von Kindern und Jugendlichen. Sein Schwerpunkt lag auf der Allgegenwärtigkeit von Werbung und Werbeträgern wie bestimmten Serienfiguren, die sich zwar über die letzten Jahrzehnte in ihrer Darstellungsformen verändert haben, aber immer noch präsent sind. Markenpräferenzen werden also bereits durch die Eltern und ihre „Helden“ aus der eigenen Kindheit geprägt. Durch die stark gestiegene Nutzungsdauer digitaler Medien bei den Heranwachsenden, erhöht sich gleichzeitig die Konfrontation mit Werbung. In seinem Fazit machte er deutlich, dass wir uns den Werbemechanismen schwer entziehen können. Was wir tun können ist, mit unseren Kindern über Werbung und geweckte Bedürfnisse zu reden und sie zu mündigen Verbraucher*innen zu erziehen.

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2. Praxistag der Thüringer Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen am 19. September in Erfurt

Der 2. Praxistag der Thüringer Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen befasste sich inhaltlich mit drei Schwerpunkten. Am Vormittag referierten Claudia Frisch und Torsten Kretschmer von der Fachstelle GlücksSpielSucht des fdr zu problematischem Spielverhalten bzw. pathologischem Glücksspiel.

 

Nach einem interessanten Input wurde in Gruppenarbeit die enge Verzahnung zur Schuldenproblematik erarbeitet und die Vernetzung beider Arbeitsfelder diskutiert. Um die inhaltlichen Überschneidungen zwischen (Glückspiel)Sucht und Überschuldung weiter zu vertiefen, wird es im Jahr 2019 eine Folgeveranstaltung zum Themenkomplex geben. Die LIGA Fachberatungsstelle und die Fachstelle GlücksSpielSucht werden dies über ihre Netzwerkarbeit organisieren.

 

Im Anschluss an die Mittagspause stellten Frau Birnkammer und Herr Kümmel das Projekt Stromsparcheck der Caritas vor. Hierbei wurde deutlich, welchen Mehrwert Beratung zu verantwortlicher Stromnutzung haben kann und dass das Soforthilfepaket bzw. der Kühlgerätegutschein Haushalten schnelle Hilfe bringt, in dem es zur Senkung der jährlichen Stromkosten beiträgt. Weitere Information hierzu unter www.stromspar-check.de

 

 

Herr Gelbhaar hat am Nachmittag mit den Beratern und Beraterinnen besondere Fälle aus dem Arbeitsbereich der Verbraucherinsolvenzberatung, u.a. zum Pfändungsschutzkonto und Vollstreckungsschutz, bearbeitet.

 

Überschuldungssituationen in Familien – Multiplikatorinnenschulung am 12. September 2018 in Erfurt

Anja Draber führte am 12. September mit Thüringer Fachkräften aus der allgemeinen Sozialberatung, der Sozialpädagogischen Familienhilfe und Mitarbeiterinnen Thüringer Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen eine eintägige Veranstaltung zu Ursachen, Fallstricken und Präventionskonzepten bei Überschuldungssituationen in Familien durch.

 

Im Mittelpunkt dieser Schulungen stehen neben Ursachen und Folgen von Überschuldung auch die Möglichkeiten Existenz sichernder Maßnahmen und Unterstützung für die Betroffenen, bevor die Schuldnerberatung mit ins Boot geholt wird. Die Teilnehmerinnen reflektieren ihre eigene Professionalität und erkennen, wann ein Verweis an weitere Hilfen erfolgen muss. Auch im Jahr 2019 wird es ein Schulungsangebot über das Landesjugendamt geben.

Fachtag „Die digitale Verführung von Kindern, Jugendlichen und Eltern“ am 25.10.2018

Symbolbild: Digitalisierung (pixabay.com)Kinder und Jugendliche wachsen heute unabhängig von ihrer sozialen Herkunft in technisch gut ausgestatteten Haushalten auf. Dank des Smartphones sind jederzeit und an nahezu jedem Ort Zugänge ins Internet möglich. Junge Menschen sind täglich online aktiv und die digitale Privatsphäre wird vielfältig offen gelegt.

 

Das Konsumverhalten wird mehr denn je von permanenten Kaufanreizen durch personifizierte Werbung bestimmt. Die Werbewirtschaft nutzt die starke Kaufkraft von Kindern und Jugendlichen und vermittelt Konsum als Erlebnis, das bequem auf Raten finanziert werden kann.

 

Die Illusion, welche entsteht, ist ebenso trügerisch wie perfekt - sie lautet: Ich kann mir alles leisten, auch ohne Geld.

 

Der Fachtag lädt ein, sich über die neuesten Vernetzungsstrategien zu informieren, Fallstricke im Umgang mit dem Internet zu erfahren und sich über Tricks und Maschen der digitalen (Werbe)industrie und deren Folgen wie Deprivatisierung, Verschuldung und Abhängigkeit zu informieren.

 

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Fachkräfte aus der Schule und der Sozialen Arbeit. In den fünf Workshops wird gemeinsam mit den Teilnehmer*innen ein breites Spektrum an Themen aufgegriffen, die sich mit der Digitalisierung und daraus entstehenden Folgen bei Kindern und Jugendlichen befassen.

 

Hier geht es zum Veranstaltungsflyer und zu den Workshopbeschreibungen:

 

Dokumentation zum Fachtag „Auswirkungen von Armut auf das Denk- und Handlungsvermögen“ vom 26.06.2018

Der von der LIGA Fachberatungsstelle in Kooperation mit der LIGA UAG Schuldnerberatung und der LIGA UAG Familie organisierte Fachtag fand unter einer breiten Beteiligung von rund 80 Teilnehmern und Teilnehmerinnen in den Räumen des Landeskirchenamtes der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland statt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Frieder Weigmann (Pressesprecher der Diakonie Mitteldeutschland), der gemeinsam mit Susanne Dornaus-Bätzel (AWO Landesverband) und Julia Hohmann (Der Paritätische Landesverband) in den Tag einführte. Die anschließenden Beiträge von Prof. Dr. Sebastian Gluth (Uni Basel) und Prof. Dr. Carmela Aprea (Uni Mannheim) bildeten den inhaltlichen Kern des Fachtages und füllten den Vormittag. Nach der Mittagspause stellte Dr. Katja Ludwig (AWO) das Projekt „Kivobe“ vor und der Moderator leitete im Anschluss zur Podiumsdiskussion über.

 

Prof. Dr. Sebastian Gluth (Uni Basel)Auswirkungen von Armut auf das Entscheidungsverhalten und auf kognitive und emotionale Fähigkeiten

Im ersten Beitrag des Fachtages stellte Prof. Dr. Sebastian Gluth von der Universität Basel den Effekt von Armut auf menschliche Denk- und Handlungsprozesse sowie mögliche Lösungswege vor.

Anhand verschiedener Gedankenspiele und unter Einbezug des Publikums führte er anschaulich in die irrationalen Entscheidungsmomente und deren Ursachen ein. So wurde bspw. deutlich, dass Armut und finanzielle Verluste einen Einfluss auf das Abwägen von Nutzen und Konsequenzen, die Risikobereitschaft und sogar den IQ von Personen haben. Ursächlich sei in diesem Zusammenhang die beschränkte Kapazität an Aufmerksamkeit, welche sich bei akuter Knappheit vor allem auf das Sicherstellen des Existenzminimums richtet und Entscheidungen, die aus der prekären Situation führen, erschwert.

Als einen möglichen Ausweg stellte Prof. Gluth das kontrovers diskutierte „Nudging“ vor. Dieses Prinzip dient dazu menschliches Verhalten zielführend zu beeinflussen und basiert im Kern darauf, negative Handlungsweisen zu erschweren und positives Verhalten zu vereinfachen. Interessierte finden hierzu eine Fülle von Ideen im Internet und in einschlägiger Literatur.

 

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Kontakt

LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e.V.
 
Fachberatungsstelle
Arnstädter Straße 50
99096 Erfurt
Thüringen
 
Tel:       (0361) 74438-120 bis 122
Fax:      (0361) 74438-123
 
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